Die Bundesregierung plant massive Sparmaßnahmen im Bereich Kinder, Jugend, Familien, Pflege und Menschen mit Behinderungen. Was als ‘Effizienter Ressourceneinsatz’ gelabelt wird, ist ein Angriff auf Errungenschaften, die elementar für soziale Teilhabe sind und über Jahrzehnte erkämpft wurden. Dass solche grundlegenden Leistungen radikal gekürzt werden sollen und die Debatte an den Menschen vorbei im Verborgenen geführt wird, ist gleichermaßen skandalös, schreibt der Paritätische Wohlfahrtsverband in einer Pressemitteilung.
Für Menschen mit seltenen Erkrankungen sind unter anderem Kürzungen in den folgenden Bereichen nicht hinnehmbar:
- Eingliederungshilfe: Individualisierung unter Druck
- Schulassistenz: besonders vulnerabler Bereich
- Psychosoziale Unterstützung
Es geht um grundlegende Rechte
Auf dem Spiel stehen für Betroffene geht es um die Einschränkung grundlegender Rechte: Zugang zu Bildung, soziale Integration, selbstbestimmtes Leben
Kurzfristig bedeuten die Kürzungen mehr Bürokratie, eine unsichere Leistungsbewilligung und ein schlechtere Unterstützung im Alltag. Mittelfristig drohen Bildungsnachteile, geringere soziale Teilhabe und eine stärkere Abhängigkeit von der Familie. Langfristig heißt das für die Menschen mit Seltenen Erkrankungen: geringere Chancen auf Ausbildung und Arbeit sowie strukturelle Exklusion.
Wir schließen uns dieser Bewertung in vollem Umfang an. Deshalb unterstützen wir die Petition der Lebenshilfe, begleiten die Protesttage auf Social Media und beteiligen uns an der Demonstration anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai unter dem Motto „Menschenrechte sind nicht verhandelbar!“
Die Demonstration in Berlin startet um 15:30 Uhr am Brandenburger Tor. Die Abschlusskundgebung mit Bühne wird vor dem ROTEN RATHAUS von zirka 16:30 bis 17:30 Uhr stattfinden.
Unsere Bitte: Machen auch Sie mit!
Weitere Informationen unter Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung sowie im Papier des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
