Selbsthilfegruppe Ektodermale Dysplasie e.V.

Der 1991 gegründeten Selbsthilfegruppe Ektodermale Dysplasie e.V. gehören zurzeit 366 Familien, überwiegend aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, an. Im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen der Erfahrungsaustausch, die Informationen sowie die psychologische Unterstützung der Betroffenen und ihrer Angehörigen.
Vom Verein vertretene Erkrankungen und ihre Merkmale
- Ektodermale Dysplasie (ed): seltene, genetisch bedingte Erkrankung durch Entwicklungsstörungen des äußeren Keimblattes des Embryos (Ektoderm)
- Aus dem Ektoderm gehen die Haut und ihre Anhangsgebilde (Haare, Nägel, Schweiß- und Talgdrüsen etc.), die Zähne, mehrere Sinnesorgane sowie das zentrale Nervensystem hervor
- Häufigste Krankheitsform ist die X-chromosomal vererbte hypohidrotische ED (Christ-Siemens-Touraine-Syndrom) mit den Hauptmerkmale: fehlende oder deformierte Zähne, Mangel an Schweißdrüsen und anderen Drüsen sowie spärliche Körperbehaarung
- Begriff Ektodermale Dysplasie umfasst mehr als 160 unterschiedliche Merkmalskombinationen bzw. Krankheitsbilder; nur wenn mindestens zwei der vom Ektoderm abstammenden Organe oder Organteile von Fehlentwicklungen betroffen sind, wird der Begriff der Ektodermalen Dysplasie verwendet
- Häufigkeit wird auf 1:15.000 geschätzt
Angebote des Vereins
- Informationen, Beratung und Erfahrungsaustausch von ed-Betroffenen sowie Vermittlung und Vertiefung von Kontakten unter den Betroffenen
- Aufklärung der Öffentlichkeit über das Krankheitsbild Ektodermale Dysplasie
- Hilfe zur Bewältigung von psychologischen Problemen, insbesondere bei Kindern
- Informationen über Behandlungsmöglichkeiten bei Zahnanomalien, Haut- und Atemwegsproblemen
- Bündelung von Informationen aus europäischen und internationalen ed-Treffen
- Jahrestreffen der Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz