Seit gut einem Jahr gibt es die elektronische Patientenakte (ePA) für alle; seit 1. Oktober 2025 ist die Nutzung auch für Praxen und Kliniken verpflichtend. Bislang bleiben Nutzung und Akzeptanz allerdings hinter den Erwartungen zurück. Das Projekt unter der Führung von Dr. Gabriele Seidel (Medizinische Hochschule Hannover) will über Workshops und Interviews herausfinden, was zu tun ist, um die ePA zum Erfolg zu führen. Die Ergebnisse sollen in einen ePA-Guide münden, der Hilfestellungen zum Umgang mit der ePA zur Verfügung stellt.
Steckbrief
- Beteiligte: Medizinische Hochschule Hannover (Konsortialführung), ACHSE, AOK Niedersachsen, GesundsheitsAkademie e.V.
- Förderung: Innovationsausschuss des gemeinsamen Bundesausschusses
- Laufzeit: 2026-2029
- Beitrag ACHSE: Erstellung von Befragungen unter Einbindung von Patientenvertretenden, Gewinnung von Teilnehmenden an den Fokusgruppen und Befragungen, inhaltliche Erstellung und Verbreitung des ePA-Guides, Öffentlichkeitsarbeit, Moderation der Fokusgruppen
Was läuft gut bei der elektronischen Patientenakte, was nicht?
Bessere Kommunikation zwischen Patientinnen und Patienten sowie Gesundheitsfachkräften, höhere Datensicherheit sowie effizientere medizinische Versorgung - die elektronische Patientenakte (ePa) wurde mit hohen Erwartungen ins Rennen geschickt. Erfüllt haben sich diese bisher nicht: Sowohl Akzeptanz als auch die Nutzung der ePA bleiben hinter den Erwartungen zurück. Das Projekt Perspects beleuchtet die Hintergründe der Entwicklung und Potenziale zur Verbesserung.
Ich freue mich sehr, dieses Projekt gemeinsam mit der ACHSE, der Bundesarbeitsgemeinschaft PatientInnenstellen und der AOK Niedersachsen umzusetzen und auf eine kreative sowie spannende Zusammenarbeit.

“Menschen mit Seltenen Erkrankungen sind darauf angewiesen, dass ihre Gesundheitsdaten gebündelt, effizient verwaltet, wirksam geschützt und für sie wie für die Versorger dennoch gut zugänglich sind”, sagt Dr. med. Christine Mundlos, stellv. Geschäftsführerin, Leiterin ACHSE Wissensnetzwerk und Beratung, Betroffenen- und Angehörigenberatung. “Vor diesem Hintergrund haben die Betroffenen großes Interesse an der digitalen Zusammenführung ihrer Gesundheitsdaten. Und deshalb möchten wir als ACHSE dazu beitragen, dass die ePA die Ziele erreicht, mit denen sie gestartet ist.”
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