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Bundesverband Schilddrüsenkrebs - Ohne Schilddrüse leben e.V.

Das Selbsthilfe-Forum „Ohne Schilddrüse leben?!“ ist 1999 aus einer Patienten-Initiative entstanden und wird seit 2005 durch den gemeinnützigen Verein „Ohne Schilddrüse leben e.V.“ betrieben.

An Schilddrüsenkrebs erkranken jährlich ca. 3-4.000 Menschen, dies sind weniger als 1% aller Krebserkrankungen. Schilddrüsenkrebs gehört damit zu den seltenen Krebserkrankungen.
Für Patienten ist es daher überaus schwer, Betroffene für den Erfahrungsaustausch zu finden, es gibt bislang auch nur wenige lokale Selbsthilfegruppen für Schilddrüsenkrebs.

Schilddrüsenkrebs – auch als Schilddrüsenkarzinom bezeichnet – kann an jeder Stelle der Schilddrüse auftreten. Je nachdem, in welchem Gewebe der Tumor seinen Ursprung nimmt, werden die folgenden Formen von Schilddrüsenkrebs unterschieden:

• differenzierte Karzinome (papilläres und follikuläres Karzinom)
• medulläre Karzinome
• undifferenzierte Karzinome

Darüber hinaus gibt es bösartige Tumoren, die nicht vom Schilddrüsenepithel ausgehen, z. B. Lymphome – also Krebse des lymphatischen Gewebes – und Sarkome, die sich im Bindegewebe entwickeln.

Das wichtigste therapeutische Verfahren ist die Operation. Dabei wird in der Regel die Schilddrüse (Thyreoidektomie) komplett entfernt. Ziel ist, das Tumorgewebe vollständig zu entfernen und damit eine endgültige Heilung zu erreichen. Bei papillären oder follikulären Karzinomen erfolgt im Anschluss an die Operation eine Radiojodtherapie. Diese dient dazu, eventuell im Körper vorhandene Tumorreste, befallene Lymphknoten und Metastasen zu vernichten.
Als weitere Therapiemöglichkeit steht, insbesondere bei undifferenzierten Karzinomen, die Strahlentherapie und seltener die suppressive Schilddrüsenhormonbehandlung zur Verfügung.
Die Heilungsaussichten sind bei einem rechtzeitig erkannten Schilddrüsenkrebs im Allgemeinen gut. Schilddrüsenkarzinome sind als Todesursache selten.
http://www.sd-krebs.de/