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Deutsche Sarkoidose-Vereinigung e.V.

In den überaus meisten Fällen der Sarkoidose wird die Lunge von Granulomen (mikroskopisch kleinen Bindegewebsknötchen) befallen. Jörgen Schaumann erkannte 1924, dass es sich um eine Systemerkrankung handelt. Das heißt, dass sie alle Organe des Menschen befallen kann. Häufige Organbeteiligungen sind die Vergrößerung der Lymphknoten auf beiden Seiten der Lunge, sowie Lungen-, Augen- und Hautveränderungen, Herz, Leber, Milz, Speicheldrüsen, Nervensystem, Muskeln, Knochen und andere Organe können ebenso befallen sein. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Außer in Fällen, bei denen durch eine anderweitig durchgeführte Untersuchung zufällig die Diagnose erhoben wird, stehen oft Kranke und Ärzte zunächst vor einem Rätsel. Man fühlt sich krank, müde, schlapp, hat manchmal Fieber, manchmal grippeähnliche Erscheinungen. Da die Ursache der Sarkoidose – zumindest der meisten Formen - bisher noch unbekannt ist, fehlt eine ursachenspezifische Medikation oder Therapiemöglichkeit. Forschung ist hier dringend notwendig. Die Behandlung erfolgt mit Kortison als Mittel der Wahl. Darüber hinaus gibt es auch interessante alternative Ansätze je nach Organbeteiligung und Typ der Erkrankung. Eines der Ziele der 1987 gegründeten Selbsthilfe-Vereinigung ist der weitere Ausbau zu einer starken Vereinigung zur Bündelung der Betroffeneninteressen, um die nachhaltige Verbesserung der Situation der Erkrankten zu erreichen, sowie die Klärung der Ursachenzusammenhänge, um zu geeigneten Therapien zu gelangen.

http://www.sarkoidose.de