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Europäische Nachbarn sind Vorbild

Frankreich hat es uns vorgemacht; Italien, Spanien, Rumänien, Bulgarien und Portugal sind dem guten Beispiel gefolgt: In diesen Ländern wurde – wie von den EU-Gesundheitsministern empfohlen – eine Strategie für Seltene Erkrankungen entwickelt. Zwar sind auch dort noch weitere Verbesserungen notwendig, aber diese Länder haben Schritte in die richtige Richtung gemacht. Die ACHSE setzt sich dafür ein, dass auch in Deutschland zügig ein Nationalplan entwickelt wird.

Wozu dient der Nationalplan?

Um reale Fortschritte im Gesundheitssystem zu bewirken müssen alle an einem Strang ziehen. Ein Nationalplan bringt die beteiligten Akteure an einen Tisch. Gemeinsam legen sie fest, wie sie definierte Ziele erreichen wollen. Die Versorgung von Betroffenen lässt sich durch ein aufeinander abgestimmtes Vorgehen deutlich verbessern. Ein Nationalplan berücksichtigt die Anliegen von Patienten und deren Angehörigen, von behandelnden Ärzten und Therapeuten sowie von forschenden Medizinern und Wissenschaftlern. Er bündelt bereits bestehende Aktivitäten auf nationaler Ebene und legt so das Fundament für eine einheitliche, den zukünftigen Herausforderungen angepasste nationale Gesundheitspolitik im Bereich Seltener Erkrankungen.

EUROPLAN – Gemeinsam gute Pläne entwickeln.

Die Idee der Nationalpläne findet auf EU-Ebene politische Unterstützung. Die EU-Kommission ruft ihre Mitgliedsstaaten nachdrücklich zur Entwicklung von Nationalplänen für Seltene Erkrankungen auf. Um die Entwicklung voranzutreiben, hat sie das „European Project for Rare Diseases National Plans Development“– kurz: EUROPLAN – initiiert. Das Bundesministerium für Gesundheit ist Kooperationspartner.

Die ACHSE beteiligt sich aktiv im Bereich der Nationalen Konferenzen. In 15 europäischen Ländern werden Konferenzen organisiert. Dort sollen Empfehlungen für Nationalpläne und Best Practises präsentiert und ihre Übertragbarkeit auf die jeweilige nationale Situation diskutiert werden. In diesen Konferenzen kommen alle relevanten Akteure zusammen, um sich über die beste Gestaltung eines Nationalplans auszutauschen.

ACHSE plant Nationale Konferenz 2010 in Deutschland

Am 13. und 14. Oktober 2010 wird eine nationale Konferenz in Deutschland stattfinden, die darauf abzielt, die Realisierung der Nationalpläne voranzutreiben. Mirjam Mann, Geschäftsführerin der ACHSE, setzt sich als eine der sechs ehrenamtlichen Koordinatoren dieser Konferenzen für den Erfolg des Projektes und die Realisierung eines Nationalplans in Deutschland ein. In einem professionellen und strukturierten Austausch, der zwischen Ärzten, Versicherern, Patienten, Ministerien, Krankenhausträgern etc. stattfindet, sollen die besten Lösungsansätze herausgefiltert und konkrete Schritte für Deutschland vereinbart werden.