Forschung hilft heilen ACHSE-Grundlagenseminar Forschungsförderung durch die Selbsthilfe
Es wird zu wenig geforscht!
Forschung ist für die zukünftige Versorgung von Patienten mit Seltenen
Erkrankungen besonders wichtig. Da momentan für viele Erkrankungen
keine oder nur wenige Therapiemöglichkeiten bekannt sind, können
bereits kleine Forschungsfortschritte Verbesserungen in der
gesundheitlichen Situation mit sich bringen.
Bedingt durch die Seltenheit der einzelnen Erkrankungen ist die
Durchführung von Forschungsvorhaben und klinischen Studien erschwert
und der Anreiz für die Pharmaindustrie an Seltenen Erkrankungen mit nur
wenigen Betroffenen zu forschen, ist gering. Die Forschung für die
Seltenen muss forciert werden. Auch neue Wege müssen gefunden werden,
um Forschung zu fördern und damit die Lebensdauer und –qualität von
Menschen mit Seltenen Erkrankungen zu verbessern.
Orientierung am Patientennutzen
Vom 27.-28. März 2009 stellten erfahrene Referenten der Selbsthilfe beim ersten ACHSE-Forschungsseminar in Bad Honnef Möglichkeiten vor, wie die Selbsthilfe aktiv Forschung anstoßen und selbst etwas beitragen kann. 26 Teilnehmer/innen diskutierten über Themen wie Ursachenfindung und Therapieentwicklung, Erforschung und Verbesserung der psychosozialen Situation der Betroffenen und die vielen gerade nicht finanziellen Möglichkeiten der Forschungsförderung.
Beim regen Austausch wurde der große Forschungsbedarf deutlich und die Orientierung am Patientennutzen als zentrale Grundlage herausgearbeitet.