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Eva Luise Köhler Forschungspreis 2010

Ausgezeichnet: Projekt zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie für Menschen mit hypokaliämischer periodischer Paralyse

Am 1. März 2010 verlieh Eva Luise Köhler in Anwesenheit von Bundespräsident Horst Köhler und I.K.H. Letizia Prinzessin von Asturien den mit 50.000 Euro dotierten Eva Luise Köhler Forschungspreis an
Dr. Karin Jurkat-Rott und Dr. Marc-André Weber.
Die beiden Mediziner aus Ulm und Heidelberg überzeugten die Jury mit ihrem innovativen Ansatz zur Verbesserung der Arzneimitteltherapie für Patienen mit hypokaliämischer periodischer Paralyse (HypoPP). Die seltene Muskelerkrankung gehört zu einer der über 6.000 bekannten Seltenen Erkrankungen, an denen insgesamt rund vier Millionen Menschen in Deutschland leiden.

Eva Luise Köhler betonte in ihrer Rede auf der Preisverleihung: "Zum dritten Mal vergeben wir heute den Forschungspreis. Viele Menschen in unserer Mitte sind mit den besonderen Herausforderungen einer Seltenen Erkrankung konfrontiert. Sie zu unterstützen, sowie Forschung und Vernetzung auf diesem Gebiet zu fördern - das ist unser zentrales Anliegen."

Lesen Sie hier die ganze Rede...

Unter 100.000 ist durchschnittlich ein Mensch von HypoPP betroffenen. Die Betroffenen leiden episodenweise an Muskellähmungsattacken.
Die Ulmer-Medizinerin hat die Zusammenhänge gelähmter Muskelfasern durch niedrige Kaliumkonzentration entdeckt und eine effektivere Therapie für HypoPP-Patienten mit der Gabe des Medikaments Eplerenon entwickelt. Durch diese Therapie konnte sie erreichen, dass zwei junge Frauen, die bereits im Rollstuhl saßen, heute wieder gehen können. Jurkat-Rott möchte mit ihrem Kollegen Weber weitere Arzneimitteltargets identifizieren, um die Muskeldegeneration bei betroffenen Patienten effektiv zu verhindern.

Lesen Sie hier die ausführliche Projektdarstellung...

Das Forschungsprojekt, so der begutachtende wissenschaftliche Beirat der ACHSE, verbinde in vorbildlicher Weise die Ursachenforschung mit der Therapieentwicklung. 
Auch Dr. Andreas Reimann, stellvertretender Vorsitzender der ACHSE, unterstrich die Notwendigkeit dieser Transferleistung in seinem Statement auf der Pressekonferenz anlässlich der Preisverleihung: "Wir brauchen mehr Grundlagenforschung. Diese muss gleichzeitig besser mit der klinischen Versorgung der Patienten verknüpft werden."

Lesen Sie das ganze Statement von Dr. Andreas Reimann...

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