ACHSE-Seminare zur Betroffenenberatung
Die Unterstützung und Hilfestellung für ratsuchende Betroffene erfolgt überwiegend in Form von ehrenamtlicher Beratung durch Mitglieder von Selbsthilfeorganisationen. Die Arbeit dieser Vereine verteilt sich in der Regel auf sehr wenigen Schultern. Das richtige Handwerkszeug bei der Beratung von anderen Betroffenen zu haben, ist deshalb eine wichtige Voraussetzung, um diesen Einsatz langfristig zu meistern und gleichzeitig eine gute Hilfe für andere zu bieten.
Andere besser beraten ohne sich selbst zu überfordern
Betroffene einer Seltenen Erkrankung fühlen sich oft besonders allein gelassen: Niemand kennt ihre Erkrankung. Andere Betroffene sind schwer zu finden. Es gibt sehr wenige Informationen über ihre Erkrankung und die Möglichkeiten ihrer Behandlung oder Linderung der Symptome. In dieser Verzweiflung ist das Gespräch mit anderen Betroffenen enorm hilfreich. Für die wenigen, die Gleichbetroffene auffangen können, kann dies allerdings schnell zu einer enormen zusätzlichen Belastung führen.Im Rahmen unserer Seminare können sich in der ehrenamtlichen Beratung tätige Vertreter von ACHSE-Mitgliedsorganisationen in der Betroffenenberatung weiterbilden, austauschen und voneinander lernen. Unter professioneller Moderation und mit Unterstützung erfahrener Referenten beschäftigen sie sich ein Wochenende lang mit den Instrumenten und Szenarien von Beratungssituationen, üben Rollengestaltung und – abgrenzung und setzen sich mit der Bewältigung ihrer eigenen Krankheitsgeschichte und ihren Beweggründen, helfen zu wollen, auseinander. Konkrete Anregungen und Tipps für die Gesprächsführung werden praktisch erprobt und so neues Handwerkszeug für die eigene Beratungstätigkeit hinzugewonnen.


